Alles hat ein Ende…

…naja, so ganz trifft das, wie im aktuellen Eintrag der „18 Dinge“ zu lesen, hier nicht zu. Der Kurs hat zwar ein Ende, die Entwicklung des Mitmach-Internets und die zu entdeckenden Dinge darin allerdings nicht.

Ich fand den Kurs gut – von den meisten Anwendungen, die darin behandelt wurden, hatte ich schonmal etwas gehört, sie oft aber nicht ausprobiert. Im Rahmen der Lektionen war man nun dazu „gezwungen“, alle zu testen und auch noch über deren Nutzen nachzudenken. Ich hatte das Glück, den Großteil der „18 Dinge“ während der Arbeitszeit erledigen zu können – während der Infodienste fand ich meist die eine oder andere Minute, um mich bei Twitter anzumelden oder mich durch Infografiken zu klicken.

Die Pausen finde ich nicht besonders hilfreich, weil sich der Kurs so nur unnötig in die Länge zieht. Ich hätte es besser gefunden, den Wochenrhythmus beizubehalten und am Ende einfach mehr Zeit (z.B. bis Ende Mai statt Ende April) für „Nachzügler“ zu gewähren. So kann jeder über sein eigenes Arbeitstempo entscheiden.

Ansonsten war ich mit allem, von inhaltlicher Aufbereitung über Themenauswahl bis Lektionsumfang zufrieden und bedanke mich beider Büchereizentrale Niedersachsen für das Kursangebot.

Gemeinsam statt einsam…

Social-Reading-Plattformen nutze ich bisher nicht aktiv, sondern nur als „Mitleser“, wenn ich Infos und Meinungen zu einem bestimmten Buch suche. LovelyBooks ist hierfür meine bevorzugte Adresse, da ich dort schnell, übersichtlich und vor allem in deutscher Sprache an alle relevanten Dinge herankomme. Gestaltung und Aufbau (auch die Leserunden sind eine tolle Idee) gefallen mit hier besser als bei Goodreads. Jene Plattform mit einer wesentlich größeren Mitgliederzahl wurde 2013 von Amazon übernommen und dient dem gleichen Zweck wie LovelyBooks: Dem Austausch über Bücher, der gegenseitigen Empfehlung und dem Kennenlernen von Literatur. Witzig finde ich hier die „Trivia“ und „Quizzes“ auf der Startseite, durch die man nette Details aus Büchern erfährt und sein Wissen testen kann. Ich habe das „Tribute von Panem“ -Quiz gleich ausprobiert, aufgrund der kleinen Sprachbarriere bei einigen Worten aber nicht so überragend abgeschnitten ;-). Was mich an Goodreads stört, ist die unordentliche Wirkung der Seiten… anscheinend sollte da zu viel untergebracht werden (Werbung, Personen, die gerade online sind usw.).

Ein Vorzug beider Plattformen gegenüber dem Offline-Lesekreis ist sicher die Teilnehmermenge, die ein repräsentativeres Meinungsbild zum Buch bilden kann, und die Anonymität, in deren Schutz viele sich eher trauen, ehrliche Kritik zu äußern.

Ich betätige mich bisher in keinem Online-Literaturforum, da mir der Offline-Austausch nach wie vor besser gefällt. Für Bibliotheken, bei denen entsprechende Nachfrage besteht, ist ein Online-Literaturkreis sicher eine gute Ergänzung zur traditionellen Variante.

Hawaiianisch „schnell“

Wikis sind eine feine Sache. Nicht nur, weil ich regelmäßige Wikipedia-Nutzerin (ja, ich gestehe!) bin und dort oft einen super Einstieg in Themen oder Quellen erhalte. Besonders bei unübersichtlichen Kinderbuchreihen, deren Reihenfolge ich mir einfach nicht merken kann, hat Wikipedia meist die besten und aktuellen Auflistungen (Beispiel).

Auch im Berufsalltag begegnen mir fast täglich Wikis: Natürlich das JULIUS-Club-Wiki, das SfB-Wiki und unser internes Stadtbibliotheks-Wiki, in dem wir Dienstpläne, Handlungsanweisungen (z.B. für IT-Notfälle, eReader-Probleme, …), Protokolle usw. ablegen. Viele Kollegen haben einen bestimmten Teil des Wikis zugewiesen bekommen, den sie pflegen und aktuell halten müssen. Unseren unübersichtlichen und schwer durchsuchbaren Fileserver haben wir übrigens weiterhin. 😉

Lektion 17 hat mir nicht so viele neue Erkenntnisse gebracht, doch immerhin konnte ich neue bibliothekarische Wikis kennenlernen. Das empfohlene Video war klasse!

Informationen in schön

Diese Lektion hat mir sehr gut gefallen. Ich bin inzwischen ein Fan (gut gemachter) Infografiken… und von Prezi sowieso.

Erstere eignen sich besonders gut für Werbezwecke oder als grobe, erste Übersicht über komplizierte und detailreiche Sachverhalte. Dass es dabei wissenschaftlich manchmal nicht so genau zugeht, finde ich nicht schlimm – Hauptsache ist, dass die Aussage deutlich oder das Thema im Überblick dargestellt wird. Infografiken dienen als guter Einstieg in Themen und fördern das Interesse, sich näher mit den dargestellten Inhalten zu beschäftigen.

Prezi habe ich vor etwa einem Jahr kennengelernt und war gleich begeistert von den gestalterischen Möglichkeiten. Da die Darstellung ganz anders ist als beispielsweise bei Powerpoint, sticht man damit optisch aus der Masse der Präsentationen heraus. Dass die Nutzung kostenpflichtig oder eine kostenlose Nutzung mit der öffentlichen Sichtbarkeit im Netz verbunden ist, hat mich bisher abgeschreckt, doch nun – animiert durch diesen Kurs – habe ich mich angemeldet und werde demnächst mit meiner ersten Prezi beginnen. Viele schöne bibliothekarische Beispielpräsentationen (Beispiel 1, Beispiel 2) dienen auf jeden Fall als gute Inspiration für die Aufmachung eigener Inhalte.

Bibliothekarische Filmchen

Wenn ich nach Videos suche, ist und bleibt YouTube meine bevorzugte Plattform. Vimeo ist zwar optisch schöner gestaltet, liefert aber (zumindest wirkt es nach ein paar Test-Suchen so) eine geringere Menge an (für mich relevanten) Treffern. Besonders im deutschsprachigen Raum scheint es noch nicht so verbreitet zu sein.

Zu meinen bibliothekarischen Lieblingsfilmchen gehören seit langem die „Books and Beyond“-Videos. Sie zeigen auf amüsante Art, dass Bibliotheksangebote über Bücher hinausgehen und nichts mehr mit dem ehemals verbreiteten, staubigen und biederen Image zu tun haben.

Die Projektidee der Stadtbibliothek Greven gefällt mir gut. Für so etwas sind sehr engagierte Bibliothekskunden und -mitarbeiter nötig, weshalb es wahrscheinlich nicht überall umsetzbar sein wird. Während der bibliothekarischen Auskunftsarbeit hatte ich bisher noch keine Verwendung für Videos. Vorstellbar wären aber Tutorials zum Anmeldeprozess oder zu grundlegenden Benutzungsrichtlinien, wie sie beispielsweise die SLUB Dresden anbietet. Bewegte Bilder sind oft eingängiger als die Worte des Bibliothekars. 😉

Unsere Bibliothek hat zwar einen YouTube-Kanal, der wird aber kaum genutzt. Die neuesten Videos sind 3 Jahre alt. Die YouTube-Aktivitäten anderer Bibliotheken animieren natürlich dazu, sich selbst in diesem Bereich mehr zu einzubringen. Noch nicht ganz klar ist mir allerdings, ob die Resonanz der Nutzer den Aufwand rechtfertigt.

Slideshare – Folien im Netz

Bisher konnte ich mit Slideshare nicht so viel anfangen – ich wusste zwar, dass es eine Plattform ist, auf die jeder seine Präsentationen hochladen und mit anderen teilen kann – auf die Idee, darin nach nützlichen und verwertbaren Inhalten zu suchen, bin ich allerdings nie gekommen. Zu beinahe jedem bibliotheksrelevanten Thema gibt es etwas zu finden – ob nun Geschäftsberichte, bibliothekarische Eigendarstellungen oder Bibliothekarisches aus aller Welt. Auch die empfohlene Suche nach „Bibliothekartag“ zeigt, dass anscheinend viele Referenten die Plattform nutzen. Eine Vielzahl der Präsentationen ist zwar schon veraltet (das fällt vor allem bei Suchbegriffen wie „Bibliothek 2.0“ auf), dennoch dienen sie als gute  Informations- und Inspirationsquelle für Stoffe (und Präsentationsdesigns) im Bibliothekswesen.

Folgend eine Präsentation, die eine gute Übersicht über aktuelle Erstlesereihen auf dem Buchmarkt bietet:

Wenn aus Pixeln Worte werden

QR-Codes nutzen wir in der Bibliothek, um von gedruckten Karten (mit Buchcover und Inhaltsbeschreibung) auf die zugehörigen digitalen Exemplare in der eAusleihe zu verweisen…dass es Online-Generatoren für deren Erstellung gibt, war mir also nicht neu. Dass man QR-Codes allerdings auch kostenfrei (z.B. mit dem Generator von Unitag) hübsch gestalten kann, wusste ich nicht und freue mich deshalb nun umso mehr über folgendes Exemplar, das bestenfalls zu meinem Blog führt: unitag_qrcode_1393002930522 Die Nutzung des ZXing Decoders hat gut geklappt und ich habe auch gleich den Norton Snap QR-Reader auf meinem Handy installiert. Beide brachten (zum Glück 😉 ) die gleichen Ergebnisse und führten mich beim Lesen der QR-Codes aus Lektion 13 zu Text, Twitter und Maps.

QR-Codes lassen sich wahrscheinlich überall dort am sinnvollsten verwenden, wo print mit digital verbunden werden soll – ob in der Verbindung Buch-eBook oder Plakat-Veranstaltungsinfos im Internet.

Zum Schluss bleibt mir nur noch zu sagen:unitag_qrcode_1393004177503

Veranstaltungsplanung in Echtzeit

Bis gestern wusste ich noch nicht, was ein Etherpad ist und dass man es durchaus im (Berufs-)Alltag gebrauchen kann. Einrichtung und Nutzung des Pads sind selbsterklärend. Dadurch, dass es nur wenige Formatierungs- und Einstellungsmöglichkeiten gibt, ist die Bedienung sehr einfach.

Ich habe für diese Lektion die Funktionen des MoPad von Mozilla ausprobiert und ein wenig mit mir selbst kommuniziert. 😉

UnbenanntDen Einsatz des Pads kann ich mir gut bei stichpunktartigem und kurzlebigem Text vorstellen, z.B. bei Projekt- und Veranstaltungsplanungen, in die viele Mitarbeiter eingebunden sind. Bisher nutzen wir für so etwas unser internes Wiki, das im Gegensatz zu solch einem Pad allerdings sehr statisch wirkt und natürlich keine Chat- oder Echtzeitfunktion bietet.

Probleme sehe ich beim Pad im Schreiben längerer Texte. Das könnte aufgrund der eingeschränkten Gliederungs- und Ordnungsmöglichkeiten (z.B. Seitenumbruch, Seitenränder) schwierig werden.

Online-Anwendungen: Mehr als Browsergames bei Facebook

Ohne Online-Anwendungen wäre mein Leben schwieriger – ob ich nun Bilder der letzten Veranstaltung, die ich mit dem Smartphone aufgenommen habe, über Dropbox auf den Arbeitsrechner schiebe, mit mehreren Menschen (hauptsächlich bei Hausarbeiten oder Präsentationen während des Studiums) an einem Dokument arbeite oder in langweiligen Minuten meine Zeit bei „Die Siedler Online“ vertrödele ;-). Für solche vereinzelten und relativ unwichtigen Sachen nutze ich gern Web-Apps.

Für ein „Büro im Netz“ fehlt mir allerdings das Vertrauen in die Anbieter.

Wie in der Lektion schon angesprochen, kann ich nie genau wissen…

…wer meine Daten mitliest – auf zu private Dinge, geheime Forschungsergebnisse usw. würde ich also verzichten.
…ob meine Daten nicht irgendwann verschwinden – Serverfehler, Hackerangriffe, Firmeninsolvenzen usw. passieren und ihnen könnten auch meine Daten zum Opfer fallen. Wenn man von allem, was man im Onlinebüro fabriziert, Sicherungen auf dem eigenen Rechner erstellt, ist das oft weder sinnvoll noch machbar. Unersetzbare Dateien gehören für mich also nicht in Onlineanwendungen.

Darüber, dass (wie im Fall Photoshop Express) auch die Rechte an meinen Daten auf den Anbieter übergehen könnten, habe ich noch gar nicht nachgedacht – für mich ein Grund mehr, bei wichtigen Dokumenten mehr auf die Rechnerfestplatte als auf die Cloud zu vertrauen.

BibliotheksDinge für Jedermann

LibraryThing ist super für alle perfektionistischen Büchersammler, die genau wissen wollen, was sie wann in ihren Besitz gebracht und gelesen haben, wie sie es fanden und was andere dazu sagen.

UnbenanntDie Katalogisierung oder Aufnahme der Titel in den eigenen, virtuellen Bibliotheksbestand ist einfach und hat bei allen Test-Büchern gut geklappt. Die Darstellung „meiner“ Bücher in Listen- oder Coveransicht sowie die einfache Suche durch meine oder andere Bibliotheken haben mir gut gefallen. Nett fand ich auch das LibraryThing Roulette, mit dem man zufällig wahlweise auf Tags, Autoren, Reihen, …  gestoßen wird und so viele neue Dinge kennenlernt und durchstöbern kann.

Über die professionelle Nutzung des Dienstes in Bibliotheken kann ich mir noch kein richtiges Bild machen – die Such- und Katalogisierungsfunktionen scheinen mir auf den ersten Blick zu eingeschränkt.

Wenn meine Privatbibliothek größer und unübersichtlicher oder mein Mitteilungsbedürfnis über Bücher (abseits vom Berufsalltag) größer wäre, würde ich über eine regelmäßige LibraryThing-Nutzung nachdenken… Vielleicht kommt das ja noch.